Ape fahren ist eines der letzten Abenteuer auf unseren Strassen


Wenn ich mit meiner Ape innerorts unterwegs bin, komme ich mir vor wie Ben Hur in seinem Streitwagen. PKW´s, LKW´s und Busse versuchen panisch auf irgend eine Art, an meinem Gefährt vorbei zu kommen. Obwohl mein 2-Takt-Benzin-Streitwagen genug Speed hat, um in 30er oder 40er Zonen mit zu schwimmen. An der nächsten grünen Ampel darf ich dann hinter vielen Möchtegern- Schumis  warten, bis sie, bei fast schon wieder Rot, endlich ihr Handy aus der Hand legen und anfahren. Werde mir deshalb als nächstes eine LKW-Pressluftfanfare auf´s Dach bauen.

 

 Mit vier Pferdestärken klarkommen, ist manchmal nicht einfach. Bin froh, dass meine Ape nur drei hat.



Ape fahren ist weder mit Auto - noch mit Motorradfahren vergleichbar. Mit ihren drei Rädern und dem kleinen Cockpit, ist sie wohl am ehesten mit einem alten Jagdflugzeug zu vergleichen. Piaggio baut seit 1916 auch Flugzeuge. Die brauchen natürlich ein paar PS mehr, um abheben zu können. Das Tieffliegen mit der Ape 50 macht aber mindestens genauso viel  Spass

Das Fahren auf drei Rädern erfordert sehr viel Gefühl, sonst legt sich die Fuhre sehr schnell auf den Seitenspiegel. Wenn nichts im Wege steht, ist das meist kein Problem. Genau so leicht, wie die Ape umfällt bringt man die 250 kg Leergewicht, wieder auf die krummen Beine. Danach Spiegel ausrichten und weiter geht die fröhliche Fahrt. Wie einst im Kleinkind-Alter mit dem Pedal - Dreirädle.

Wenn man selber mehr Gewicht auf die Waage bringt, lässt sich die Schwerkraft überlisten, indem der Pilot / Pilotin auf die Kurven-Innenseite des Cockpits wechselt. Viel Platz zum Wechseln ist in der engen Kabine nicht, aber wenn man den Ellbogen noch aus dem Klappfenster hängt, bringt es wirklich was.

Ein weiterer Tip für bessere Bodenhaftung:  Die mit bunten Blechscheiben prall gefüllte Rentner- Geldbörse so tief wie möglich im Cockpit plazieren. Hier zählt, wie in der Formel 1, jedes Gramm.

 

                                                                    




Blöden Parkplatz ausgesucht !!

Als der Baggerfahrer kam, fragte er mich, ob ich ne Runde spielen möchte. Hab natürlich abgelehnt.

Vermute mal: der wollte nur einen neuen Bagger auf meine Kosten.



Falls ich mal weiter als 10 km von zuhause weg fahre, nehme ich immer das gute alte NSU-Fahrrad meiner Oma mit. Das klaut mir wenigstens niemand.

Im Ernstfall kann ich dann das Fahrrad nach Hause tragen. Das geht mit meiner Ape wohl kaum.

Mit so einer Ape musst Du halt immer mit allen möglichen und unmöglichen Situationen rechnen und stets gut darauf vorbereitet sein.





 


 




Wenn ich ganz sportlich unterwegs sein will, baue ich innerhalb von 20 Minuten vom grossen Koffer auf die aufklappbare Ladeflächen-Abdeckung um. Da ist der Inhalt genau so sicher und trocken untergebracht.

Die beiden Fahnen hinter dem Fahrerhaus zeigen mir an, wenn ich Schub durch Wind von hinten habe. Das kann u.U. bis zu 5 km/h bringen. Das sind ganze 15 % mehr.

Die Fahnen sind für mich praktisch das, was der Verklicker bei einer Segelyacht ist. Schade, daß man auf den Deutschen Straßen schlecht vor dem Wind kreuzen kann. Das wäre aber ein tolles Abenteuer.

Naja, vielleicht baue ich mir auch mal eine Schwimm-Ape. Dürfte bei dem Gewicht eigentlich kein Problem sein. Da tut`s evtl. so ein riesiger aufblasbarer Schwimm-Schwan als Schwimmhilfe. Gibt es günstig im Internet.

Schwan auf dem Strand ausbreiten. Ape reinstellen. Schwan aufpumpen. Fertig ist die Schwimm-Ape.

Mein lieber Schwan, dann geht´s aber ab.